Cap-Darlehen
Allgemein
Das Cap-Darlehen ist eine Sonderform des variablen Darlehens, das mit einer Zinsobergrenze ausgestattet ist. Bei steigenden Zinsen übersteigt der Zinssatz diese Zinsobergrenze nicht.
Im Detail
Das Cap-Darlehen ist ein im Zins variables Darlehen, dessen Zinssatz in gleichmäßigen Perioden stets neu der Marktlage angepasst wird. Die Anpassung ist meist angelehnt an den EURIBOR-Satz, der in vielen Medien z. B. im Handelsblatt veröffentlicht wird. Der EURIBOR-Satz ist ein Referenz-Zinssatz, zu dem sich die Banken untereinander Geld verleihen. Bei deutlichem Zinsanstieg ist das Darlehen bis zur vereinbarten Obergrenze variabel und der Kunde hat die Sicherheit, dass er keinen höheren Zinssatz als die festgelegte Obergrenze zahlen muss. Zu jedem Zinsanpassungstermin (meist halbjährlich) kann der Kunde das Darlehen ganz oder in Teilen tilgen oder in ein Darlehen mit langfristigem Zins umwandeln. Diese Darlehensform ist für Kunden gedacht, die gleich bleibende oder fallende Zinsen in der Zukunft erwarten und sich deshalb noch nicht festlegen, aber das Risiko eines deutlichen Zinsanstiegs begrenzen möchten. Denkbar ist diese Darlehensform auch für Kunden, die fällige Lebensversicherungen oder sonstigen Geldeingang, z. B. aus dem geplanten Verkauf einer Immobilie, erwarten, um damit das Darlehen zu tilgen.
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